Selbstverständnis

Das Café Anaconda wurde 1985 von Frauen erstritten und wird seither von einem vielfältigen Frauenkollektiv selbstverwaltet
betrieben. Für viele ist das Frauencafé ein geschützter Raum und Rückzugsort mit einer entspannten, offenen und freundlichen Atmosphäre in Mitten des leider immer noch hegemonial männlich geprägten Wissenschaftsbetriebes.

Hier soll keine sexistische Sprüche und Ausgrenzung fürchten müssen. Wir laden ein zum Abschalten, zur Ruhe kommen, auch mal ein Schläfchen machen. Das Anaconda ist ein Raum für offenen, kreativen, und manchmal kontroversen Austausch zwischen Frauen und bietet die Möglichkeit eigene Ideen einzubringen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Das Café Anaconda ist ein heterogener und doch solidarischer Raum mit feministischer und politischer Motivation: feministische Aufklärung, Unterstützung von Frauen-/Mädchenprojekten, einander Rat und Hilfe geben, Diskussionen über Politik, Philosophie, Sexualität und vieles mehr sind möglich. Die Schaffung eines Freiraumes bedeutet für uns Herrschafts- und auch Selbstkritik zu formulieren: sexistische, rassistische oder homophobe Verhaltensweisen werden nicht akzeptiert.

Bei uns gibt es den mit Abstand leckersten Kaffee (auch mit Sojamilch) der Uni, nachhaltig durch biologischen Anbau und fairen Handel. Unsere Preise orientieren sich an den Ausgaben und bringen uns keine Profite ein. Allen Besucherinnen stehen unsere Bibliothek, der PC-Arbeitsplatz und viele Zeitschriften zur Verfügung. Für Kinder gibt es zudem eine kleine Spieleecke.

Das Café steht allen Frauen, Lesben und Transpersonen offen, die sich mit einem feministischen Freiraum identifizieren können und sich dort wohl fühlen. Einzelne Kulturveranstaltungen öffnen wir mit dem Anspruch, sich mit Geschlechterrollen, Sexismus und feministischen Themen auseinanderzusetzen, für alle Geschlechter (also auch für Männer).

Wir und viele BesucherInnen meinen: Das Anaconda ist der schönste Raum in der Uni. Ihr seid herzlich willkommen!